Feststellung der grundsätzlichen Verarbeitbarkeit zum Hohlkörper mittels Spritzblasverfahrens sowie ermittlung optimaler Maschineneinstellparameter.
Kommentar
Die Verarbeitungsanalyse zeigt eine gute Verarbeitbarkeit des biobasierten Polyethylens im Spritzblasverfahren. Es können schnell optimale Parameter für einen stabilen Prozess gefunden werden, bei dem eine voll ausgeformte Flasche hergestellt werden kann. Um alle Konturen gut abbilden zu können, wird mit einem Vorblasdruck von 6 bar und einem Blasdruck von 8 bar gearbeitet. Die Oberfläche der Flasche ist glänzend, jedoch subjektiv betrachtet teils unruhig. Die Innenfläche der Flasche ist rau, weist aber keine Inhomogenität oder Fehler auf.
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Protokoll_SGF_4960_1438074576.xlsx
Bewertung
Bewertung Versuchsreihe
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Bewertung Materialklasse
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Ergebnisse
Spritzblasen
Zykluszeit
45 s
Plastifizierzeit
1 s
Einspritzzeit
0,3 s
Nachdruckzeit 1
2 s
Nachdruckzeit 2
2 s
Kühlzeit (SG-Form)
1,5 s
Vorblaszeit
0,5 s
Hauptblaszeit
6 s
Einspritzdruck
73 bar
Nachdruck
45 bar
Staudruck
45 bar
Hauptblasdruck
22 bar
Temperatur Plastifiziereinheit
225 °C
Temperatur Verteiler
220 °C
Blasformtemperatur
23 °C
Bewertung des Verfahrens
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Materialkonditionierung
Geräteart
Druckluft
Spritzgießkavität
Stufe 1
100 °C
Stufe 2
20 °C
Kommentar
Der „Boden“ (Tz 5-6) und „Körper“ (Tz 3-4) des Preforms werden mit Öl temperiert. In der Regel wird der Boden um 20-30 K kälter gefahren als der Körper, damit es beim Umformen im Bereich des Anschnittes nicht zur Rissbildung kommt. Der Bereich des Halses (Tz 1-2) wird mit Wasser gekühlt und ist unmittelbar nach dem Austritt aus der Spritzgießkavität formstabil.